Eaton sieht das Anwendungsgebiet seiner USV 5PX vor allem im Stromversorgungsschutz für Server, Speichersysteme, VoIP-Geräte und Netzwerkausrüstungen. Insgesamt stehend drei grundlegende Varianten der 5PX zur Auswahl, die sich in erster Linie durch ihre Nennleistung voneinander abgrenzen und sich hinsichtlich Anschlüssen, der Anzahl der Netzteile und den physikalischen Dimensionen nur recht geringfügig voneinander unterscheiden.
Aufstellung im Serverschrank oder als Tower
Die kleinste und von uns getestete Version 5PX1500iRT bringt es auf 1500 VA, misst 86,2 x 441 x 522 Millimeter (H x B x T) und wiegt 28 Kilogramm. Die nächstgrößere Ausgabe 5PX2200iRT stellt 2200 VA bereit und beim Spitzenmodell 5PX3000iRT3U sind es 3000 VA. Der Testkandidat 5PX1500iRT belegt ebenso wie die 5PX2200iRT zwei 19-Höheneinheiten im 19-Zoll-Serverschrank und wird mitsamt der dazu passenden Einbauschienen geliefert. Eine Ausnahme bildet nur der 5PX3000iRT3U, der aufgrund seiner höheren Leistung gleich drei Höheneinheiten beansprucht (Höhe 130,7 Millimeter). Jedes der drei Modelle bietet Eaton auch im Paket mit einer Netzwerkkarte an, was die Anzahl der möglichen Varianten auf sechs erhöht. Wer die USV nicht in den Serverschrank einbauen will, kann sie alternativ hochkant aufstellen und als Tower nutzen - die passenden Stützen für den "Tower-Modus" sind allerdings nur optionaler Bestandteil des Lieferumfangs.
Steuerung über LC-Display und Softwarepaket
Das rechts auf der Frontblende des 5PX integrierte LC-Display liefert wichtige Betriebsdaten auf einen Blick und informiert unter anderem über den Laststatus, Betriebsmodus, Ereignisse, Messwerte sowie Einstellungen. Damit bliebt es Administratoren erspart, erst umständlich durch das LCD-Menü zu scrollen, um bestimmte USV-Daten abzurufen. Über den Bildschirm lässt sich der Testkandidat zudem direkt konfigurieren. Dreht man die 5PX von der Horizontalen in die Vertikalen, kann man das Display ebenfalls um 90 Grad drehen und so unkompliziert in beiden Aufstellvarianten einsetzen. Ein Bild von der Funktionsweise des LC-Displays kann man sich über ein interaktives Demo auf der Hersteller-Webseite selbst machen.
Zur Ansteuerung der USV dient außerdem eine interessante Softwareausstattung, bestehend aus dem Steuerungstool Intelligent Power Manager sowie dem Intelligent Power Protector, einer abgespeckten Variante, die auf dem zu steuernden Client installiert wird. Interessant deshalb, denn sobald das Eaton 5PX einmal via USB 2.0, RS-232-Port oder über das Netzwerk mit einem Steuerungsserver verbunden ist, steht dem Administrator eine sehr flexible Energieverwaltungs-Lösung zur Verfügung. An die USV angeschlossene Geräte lassen sich per Software zu exakt festgelegten Zeiten beziehungsweise abhängig von der verbleibenden Kapazität des Akkus herunterfahren.
Mit einer Besonderheit hebt sich die Eaton-USV von der Konkurrenz ab: Das Gerät misst den Stromverbrauch jedes angeschlossenen Verbrauchers und erlaubt es dem Administrator damit, den Energieverbrauch des angeschlossenen IT-Equipments exakt zu überwachen.
Anschlüsse und Leistungsdaten
Auf der Leistungsseite stehen 8 Kaltgeräteanschlüsse zur Verfügung, die in drei Bereiche aufgeteilt sind: Master Output (4 Anschlüsse), Load Group 1 und Load Group 2 (jeweils 2 Anschlüsse) lassen sich über die mitgelieferte Software jeweils separat voneinander konfigurieren lassen. Für die am Master Output angeschlossenen Rechner kann man einstellen, wann sie von der USV spätestens den Shutdown-Befehl erhalten beziehungsweise von ihr in den Ruhezustand versetzt werden. An die beiden Load Groups lassen sich Geräte anschließen, die bereits früher gefahrlos vom Netz getrennt werden können. Die unter Load Group 1 und Load Group 2 zusammengefassten Gerätegruppen kann die USV deshalb auch nach einer festgelegten Zeit oder bei Erreichen eines bestimmten Akkustandes abschalten.
Laut Datenblatt liegt die Effizient der Eaton-USV bei bis zu 99 Prozent, was sich in eine Verlustleistung von 15 Watt aufwärts ummünzen lässt. Weil sich dadurch die Wärmeentwicklung im Betrieb in engen Grenzen hält, hat Eaton der 5PX lediglich einen einzigen Lüfter spendiert. Im Testkandidat 5PX1500iRT sind vier Blei-Akkus mit jeweils 12 V und 7,2 Ah verbaut, um Stromausfälle zu überbrücken und ein sicheres Herunterfahren der angeschlossenen Geräte zu gewährleisten. Mit der selbst entwickelten Technologie namens Advanced Battery Management (ABM) will Eaton außerdem für eine längere Lebensdauer der Batterien sorgen und setzt dazu auf eine Dreistufen-Ladetechnik. Statt permanent eine konstante Ladeerhaltungsspannung anzulegen, sorgt ABM für Pausen zwischen den einzelnen Ladezyklen und soll so die Akku-Lebensdauer erheblich verlängern. Sämtliche technischen Daten zum 5PX hat Eaton in einem PDF zusammengefasst.
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